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Umsatzsteuer bei Grundstücksübertragungen

Geschäftsveräußerung im Ganzen vs. umsatzsteuerfreie Grundstücksübertragung

Der BFH hat jüngst in verschiedenen Urteilen die Behandlung der Umsatzsteuer bei Grundstücksübertragungen klargestellt. Bei der Unterscheidung, ob eine nicht steuerbare Geschäftsveräußerung im Ganzen oder eine umsatzsteuerfreie Grundstücksübertragung mit der Möglichkeit zur Option zur Umsatzsteuerpflicht vorliegt, wird auf das Vorhandensein eines Vermietungsunternehmens abgestellt. Die nachfolgende Übersicht verschafft einen Überblick über die richtige Behandlung der Umsatzsteuer bei den genannten Grundstücksübertragungen:

Sachverhalt Geschäftsveräußerung im Ganzen Begründung

Veräußerung eines nicht vermieteten Grundstücks (Leerstand)  Es wird kein Unternehmen übertragen, das der Erwerber fortführen kann
Veräußerung Immobilie mit teilweisem Leerstand
(60 %)
Da Vermietungsanteil nicht unwesentlich ist

Kauf ohne Übernahme Mietverträge Keine Fortführung des Unternehmens (Vermietung)
Veräußerung an Mieter, der Immobilie weiter nutzt Keine Fortführung des Unternehmens (Vermietung)
Projektentwickler veräußert erstelltes Grundstück Keine nachhaltigeVermietungstätigkeit
Veräußerung eines seit 17 Monaten vermieteten Gebäudes durch Projektentwickler Sobald Vermietungstätigkeit nachhaltig

 

 

Hilmar ThammHilmar Thamm

Steuerberater und Partner
Fachberater für Internationales Steuerrecht

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