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  • 13.11.2019
  • Veranstaltungsrückblick
 

Rückblick auf das ROTTHEGE | WASSERMANN Business Breakfast

Am 4. November 2019 fand das 14. ROTTHEGE | WASSERMANN Business Breakfast mit hochkarätigen Referenten aus Politik und Wirtschaft zum Thema Immobilien statt. Rund 100 Gäste aus der lokalen Wirtschafts- und Bankenwelt versammelten sich – wie schon beim letzten ROTTHEGE | WASSERMANN Business Breakfast – im Jakob-Funke-Saal im neuen Funke Medienhaus in der Essener Innenstadt.

Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, beschäftigte sich in seinem Gastvortag mit dem Thema „NRW baut Zukunft!“. Er verdeutlichte die neuen Freiheiten in der novellierten Landesbauordnung für alle Planungsbeteiligten. Zudem erläuterte er den Weg der nordrhein-westfälischen Landesregierung, nicht durch eine Mietpreisbremse, sondern durch geförderten Wohnungsbau und damit durch ein größeres Angebot an Wohnraum den steigenden Mieten entgegenzutreten.

Hans-Jürgen Best, Stadtdirektor der Stadt Essen, hielt einen Vortrag über die „Trends in der Stadtentwicklung“. Er stellte die Merkmale der „Zukunftsstadt“ heraus: innovative Wohnideen für mehr Lebensqualität, sog. Smart Cities mit integrierten, digitalen Infrastrukturen und nachhaltiger Mobilität für alle. Die Städte von Morgen sind klimaangepasst, CO2-neutral, energie- und ressourceneffizient. Anschließend gab Herr Best einen Überblick über die aktuellen Projekte der Stadtentwicklung in Essen, wie z.B. das Quartier 51 der Thelen-Gruppe oder das Projekt „PHIL“ der Jänsch-Gruppe im Südviertel.

Herr Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG in Bergisch Gladbach, referierte zum Thema „Die Handelsimmobilie im Zeitalter des technologischen Wandels“. Die Hahn-Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette und den gesamten Lebenszyklus von Handelsimmobilien ab und ist als Asset-, Property und Investment-Manager auf großflächige Handelsimmobilien spezialisiert. In der aktuellen Entwicklung ist der Einzelhandel in einem soliden Aufwärtstrend, vor allem für Waren des täglichen Bedarfs. Der Online-Handel wächst vergleichsweise schwächer als der stationäre Einzelhandel. Im Jahr 2018 war durchschnittlich jeder deutsche Haushalt 193 Mal einkaufen. Neue Technologien bieten für Einkaufsmärkte eine Serviceoptimierung für die Kunden, z.B. durch Kunden W-LAN, E-Ladestationen, click&collect-Stationen, Anbindungen an car- und bike-sharing und dienstleisterübergreifende Paketstationen. Die zukünftige Entwicklung für Handelsimmobilien ist damit positiv zu bewerten.

Karlheinz Meschede berichtete anschließend über die voraussichtlich ab 01.01.2020 geltende „Grunderwerbsteuerreform“. Wesentliche Eckpunkte der Reform wird die Absenkung der Beteiligungsgrenzen von 95 % auf 90 % sein. Zudem wird im neuen § 1 Abs. 2b GrEStG-E erstmalig ein Ergänzungstatbestand für Kapitalgesellschaften enthalten sein. Die Haltefristen in §§ 5 und 6 GrEStG werden von 5 auf 10 bzw. 15 Jahre verlängert. Außerdem erwarten die Anwender umfangreiche Übergangsregelungen. Für die Praxis bedeutet dies, dass die Komplexität des Grunderwerbsteuerrechts nochmals erheblich zunimmt. Zudem ist in Zukunft mit weiteren Änderungen des GrEStG zu rechnen.

Nach den ausführlichen Vorträgen der gelungenen Veranstaltung gab es rege Diskussionen und angeregte Gespräche des Publikums.

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